www.MeDIA-Maier.de » www.HDAV-News.de (Technik) » 2020-03(Mrz)-17; aktueller Beamertest der Zeitschrift av-views zum LCOS Canon XEED WUX7000z Laser
 

HDAVSHOP einfache Suche

MeDIA-Maier HAUPTMENÜ

2020-03(Mrz)-17; aktueller Beamertest der Zeitschrift av-views zum LCOS Canon XEED WUX7000z Laser Drucken E-Mail

http://www.av-views.com/2020/03/16/test-canon-wux7000z/

Test: Canon WUX7000Z, TEST AUS AV-VIEWS 5-2018, 16. März 2020 newsroom, Canon WUX7000Z

Die Masse der heutigen Projektoren nutzt als Basistechnologie entweder die LCD-Chips von Epson oder die DLP-Chips von Texas Instruments. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass es eine dritte Möglichkeit gibt, dem Licht die gewünschte Bildinformation aufzumodellieren: LCoS

 

LCoS ist die Abkürzung für Liqid Cristal on Silicon. Sie verbindet die Vorteile der beiden Welten und arbeitet mit Flüssigkristallen vor einem spiegelnden Silicon-Hintergrund. So kann ein Nachteil herkömmlicher LCD-Projektoren, die möglicherweise erkennbare Rasterung des Bildes durch nicht nutzbare Zwischenräume zwischen den Bildpunkten, vermieden werden. Ein Bild ohne feststellbare Rasterung ähnlich dem herkömmlichen Film ist das Ergebnis. Neben Sony und JVC ist Canon führender Hersteller solcher Projektoren.

Heute haben wir uns den WUX7000Z vorgenommen, ein professionell ausgestattetes Gerät mit WUXGA-Auflösung (1920 x 1200 Pixel) und einer Lichtleistung von 7000 Lumen. Als Lichtquelle nutzt Canon hier einen blauen Laser mit Phosphorrad mit einer Lebensdauer von 20.000 Betriebsstunden.

Der Projektor wurde für professionellen Einsatz als Installationsprojektor für Unternehmen, im Bildungsbereich, für Museen und Digtal-Signage Anwendungen entwickelt und bietet dafür etliche Besonderheiten. So steht ein Spektrum von sechs  verschiedenen Wechselobjektive zur Auswahl, die sich ohne Werkzeug einsetzen lassen. Für unsere Messungen haben wir das RS-SL01ST Standard Zoom-Objektiv eingesetzt ( Preis: 560 Euro ), wir konnten uns aber auch von der Qualität des RS-SL06UW Ultra Wide ( Preis: 6000 Euro ) mit fester Brennweite überzeugen, mit dessen Hilfe man aus kurzer Entfernung große Bilder Projizieren kann. Alle Objektive lassen sich elektromotorisch feinfühlig einstellen. Um das Bild korrekt und ohne Schrägstellen des Projektors an die gewünschte Position zu bringen, kann man sich des ebenfalls elektromotorisch gefahrenen Lens-Shift bedienen. Dank des großen Variationsbereichs sowohl horizontal als auch vertikal sollten sich alle üblichen Aufgaben meistern lassen. Die gefundene Lens-Shift Einstellung lässt sich abspeichern (drei Speicherplätze) und beim nächsten Einsatz wieder abrufen.

http://www.av-views.com/wp-content/uploads/2020/03/canon_02_1000-300x226.jpg
Eine Auswahl aus sechs Objektiven steht zur Verfügung. Sie lassen sich mühelos ohne Werkzeug austauschen. Links das Normalobjektiv,

http://www.av-views.com/wp-content/uploads/2020/03/canon_03_1000-300x233.jpg

mit der ultrakurzen Festbrennweite

Die IR-Fernbedienung ohne Besonderheiten. Die Verbindung per Kabel ist nicht vorgesehen.

Auch das Anschlussfeld an der rechten Geräteseite ist professionell ausgestattet und bietet allen dazu üblichen Signalformen Zugang. HDBaseT ist sicherlich der wichtigste Anschluss, wenn es um weitere Entfernungen bei digitalen Signalen geht. HDMI, Displayport und DVI-I kommen für kürzere Leitungen in Frage und analoge Bildsignale lassen sich ebenfalls per DVI-I sowie per VGA einbinden.

 

Das Anschlussfeld bietet alle Möglichkeiten.

Wir schalten unser Testgerät ein und nach etwa 50 Sekunden wird das Eingangssignal in sauberen, leuchtenden Farben dargestellt. Dabei ist es fast egal, welchen Bildmodus man wählt. Man variiert damit den Weißpunkt und die Gammakurven, die Farbqualität aber stimmt immer. Etwas störend sind allerdings die Lüftergeräusche bei voller Leistung. Aber Canon hat als „Lichtquellenmodus“ auch die Einstellungen „Leise 1“ und „Leise 2“ im Angebot. Reicht das nicht, so ist sogar eine stufenlose Reduzierung der Lichtleistung und damit der Lautstärke möglich.

Bei voller Lichtleistung stellen wir den Zoom des Normalobjektivs auf kürzeste Brennweite also größtes Bild und fahren das Objektiv in die On-Axis-Position. Dann wird der Bildmodus auf „dynamisch“ eingestellt und wir führen unsere Messreihe entsprechend den Normvorgaben durch. Das Ergebnis: Unser Testgerät liefert eine Lichtleistung von 6620 Lumen was gerade mal 5% unter Sollwert ist. Beim dunkelsten der neun Messfelder ist die Beleuchtungsstärke immer noch bei 91% dessen, was wir bei dem Hellsten Feld messen. Die Ausleuchtung ist also mit 91% voll beim Sollwert. Da Canon eine Laser-Phosphor-Lichtquelle einsetzt, dürften diese Werte auch nach längerer Betriebszeit noch so festzustellen sein. Während herkömmliche Lampen recht schnell altern und damit an Leistung verlieren, behalten die modernen Halbleiterlichtquellen ihren ursprünglichen Wert über sehr lange Zeit. Das Gerät macht also nicht nur einen sehr guten Bildeindruck, auch messtechnisch liegt es da, wo es sein soll.

Canon WUX7000Z: Lichtleistung in lm

Auflösung WUXGA 1920 x 1200, Lichtleistung lt. Hersteller: 7000 Lumen

6670

6900

6520

6710

6840

6460

6550

6650

6260

 

E = 6618 Lumen, gemessen in enger Anlehnung an IEC. Prozentuale Lumen-Abweichung von Herstellerangabe: -5%, Lichtl. bei sRGB: 4547 Lumen, Lichtl. bei reduzierter Lampenleistung: 3796 Lumen, G2 = Emin/Emax * 100 = 91%

Fazit

Der WUX7000Z von Canon kann als lichtstarker (7000 Lumen) Installationsprojektor überall dort punkten, wo neben hoher Auflösung (WUXGA) auch eine präzise Farbwiedergabe gefordert ist. Dank der optionalen sechs Wechselobjektive und des weiten horizontalen und vertikalen Lens-Shift ist das Gerät besonders flexibel bei der Aufstellung. Die Laser-Phosphor-Lichtquelle erlaubt wartungsfreien 24/7 Betrieb in jeder Gebrauchslage.

Technische Daten: Canon WUX7000Z

Hersteller:

Canon

Modell:

WUX7000Z

System:

3 x LCoS 0,71“

Auflösung (physikal.):

WUXGA 1920 x 1200

Darstellb. Auflösung:

WUXGA 1920 x 1200

Lichtleistung angegeben:

7000 Lumen

Lichtleistung gemessen:

6620 Lumen (IEC)

Lichtleistung sRGB:

4550 Lumen

Ausleuchtung angegeben:

90 %

Ausleuchtung gemessen:

91 %

Kontrastverhältnis:

4000:1

Lampe:

Laser/Phosphor

Lebensd. Lampe:

20.000

Ablenkfrequenzen:

 

H-sync:

k.A.

V-sync:

k.A.

Videobandbreite:

k.A.

TV-Linien:

k.A.

Videosignale:

480i, 480p, 720i, 720p, 1080i,

Obj.-Bedienung:

elektromotorisch

Entf. f. Bildgröße 1m²:

1,91 m

Lensshift:

v: -15% bis +55% h: ± 10 %

Bildentzerrung:

digital

Bildant. über opt. Achse:

108 %

Versorgungsspannung:

100-240 V

Leistungsaufnahme:

540 W

Leistungsaufn. Standby:

0,6 W

Audioverstärker:

1 W

Anschlüsse:

.

RGB in/out(Computer):

ja

RGB (BNC-Anschlüsse):

nein

Video (FBAS):

nein

Komponenten:

ja

S-Video:

nein

Digitaleingang:

HDMI und DVI HDBaseT

Serielle (RS232):

Ja (Service)

USB:

ja

Netzwerk:

RJ45 + WLAN

Betr.-Geräusch:

36 (29) dB

Abluftaustritt:

hinten

Abmessungen (HxBxT):

196 x 480 x 545 mm

Transportmaß über alles *):

195 x 479 x 544 mm

Gewicht:

17,00 kg

Einsatzgewicht **):

17,50 kg

Fernbedienung:

IR mit Kabelanschl.

Besonderheiten:

Wechselobjektive erhältlich

Garantie:

5 Jahre

Marktpreis inkl. MWSt:

10500 Euro (ohne Objektiv)