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2008-12(Dez)-01; 20 Jahre Audiovision - Dortmund / Team MöWe Drucken E-Mail

20 Jahre AUDIOVISION – DORTMUND / TEAM MÖWE dortmund_begrssung_kl.jpg

„Morgen lerne ich mein neues Handy zu bedienen – und wenn ich das kann, dann will ich mal gucken, ob ich nicht auch hinkriege, was Sie hier so mit Bildern machen!" O-Ton der Schwester Oberin, Gastgeberin der Kommende Dortmund. Diese Worte waren an Birgit Mölle-Weber und Manfred Weber (Team MöWe) gerichtet, die hier mit ihren AV-Freunden 20 Jahre aktives Engagement für AV-Gestaltung feierten.

Newcomer oder langjähriges Mitglied des Dortmunder AV-Kreises - für jeden bot dieses November-Treffen Anregung in Fülle. Was macht den Dortmunder Kreis so bemerkenswert? Zuallererst möchte ich die persönliche Verbundenheit nennen. Die Tatsache nämlich, dass aus der gemeinsamen Arbeit heraus Freundschaften entstanden sind, die sich inzwischen nicht nur in Jahren, sondern zum Teil in Jahrzehnten zählen lassen. Doch das schließt den Kreis nicht nach außen ab. Neue Gesichter sind willkommen, sie tragen Erfrischendes zu den Gesprächen bei und erfahren konstruktive Kritik, wenn sie sich mit einem Erstlingswerk sozusagen aus der Deckung trauen. So – und nur so – ist gewährleistet, dass man ermutigt weitermacht. Könner – und davon gibt es hier etliche - teilen ihr Wissen gern und großzügig mit denen, die von ihnen lernen möchten. Und nicht die Ausstattung steht im Mittelpunkt, sondern eher die Frage, wie kreativ lassen sich die zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen. Wissenswertes zur musikalischen Gestaltung, zum Takt, dominierte das Seminar am Freitag, während Informationen zur Gestaltung von Reiseschauen das Treffen am Sonntag abrundeten. Birgit Mölle-Weber referierte in gut strukturierter Form, zitierte dabei auch bewährte Vordenker der Szene wie Gertrud Frohnweiler und Julien Biere. So – durch Theorie und diverse Beispiele gewappnet – haben die Teilnehmer das neue Jahresthema „Erinnerungen" vielleicht im Geist schon in Angriff genommen und freuen sich auf ein Wiedersehen in 2009.

dortmund_dank-an-anwesende-teilnehmer_kl-.jpgAkribisch vorbereitet und mit viel Kompetenz vermittelt das Team MöWe seit Jahren Know-how zum Arbeitsfeld Technik und Gestaltung, gibt Tipps, verteilt freigiebig Arbeitsblätter als Gedächtnisstützen, klärt Probleme und bietet Herausforderungen durch den Vergleich von Jahresarbeiten. So ist hier ein Forum entstanden, das sich aus der AV-Szene nicht mehr wegdenken lässt – und auch nicht aus der Kommende Dortmund, die die Seminare seit langen Jahren beherbergt.

Wenn hier mehrfach im Jahr wieder Gäste mit überdimensioniertem Gepäck anrücken, der Küchenwagen zum Gerätetransport zweckentfremdet wird, das Kruzifix der Leinwand weichen muss und die Geräusche aus dem Kommende-Keller noch frühmorgens verraten, dass hier Nacht-Aktive unter sich sind – dann, ja dann weiß jeder im Haus, dass das Team MöWe mit seinem AV-Freundeskreis anwesend ist. Was sich allerdings hinter den zugezogenen Gardinen des Tagungsraumes tat, warum meterweise Kabel verlegt wurden und manchmal halblaute Flüche, die häufig das Wort „Technik" enthielten, durch die geschlossene Tür drangen, das wusste die Schwester Oberin bisher nicht. Vielleicht erschien ihr das Treiben nicht immer zweifelsfrei, aber sie übte christliche Nächstenliebe und versorgte die Seminarteilnehmer bestens, erlaubte ein Wiederkommen, und das nun schon 16 Jahre lang.

dortmund_moderation_kl.jpgZum 20jährigen Bestehen des AV-Kreises und als Dank für die freundliche Aufnahme im Hause gab es in diesem Jahr erstmals eine öffentliche Präsentation. Den Anfang machte eine AV-Schau vom Team MöWe über die Kommende Dortmund und ihre historischen Wurzeln. Natürlich waren auch Mitarbeiter des Hauses, die nun erstmalig Einblick in die Tätigkeiten der AV-ler nehmen konnten, unter den geladenen Gästen. Und natürlich stieß die Schau über ihr Haus auf besonderes Interesse, kam doch auch die Schwester Oberin life darin vor. Mit aktuell wichtigen Themen wie der globalen Erwärmung, mit meditativen oder fröhlichen Inhalten bekamen die Zuschauer einen Querschnitt aus den letzten Schaffensjahren des AV-Kreises Dortmund zu sehen. Von Manfred Weber sorgfältig vorbereitet, lief der Abend auch technisch perfekt ab. Die Zusammenstellung der Schauen mag dem einen oder anderen etwas „novemberlastig" erschienen sein. Aber neben nachdenklichen Inhalten (die auf die eingeladene Zielgruppe abgestimmt waren,) blitzten auch andere inhaltliche Facetten auf und setzten fröhliche Lichtpunkte. Hier erfreute die Ästhetik, da die technische Perfektion, dort die Kreativität. So war für genug Gesprächsstoff gesorgt, bis ein Blick auf die Uhr die Gäste nach Hause zog und die AV-Aktiven im Kommende-Keller vereinte. Die dort erreichte Dezibelzahl hätte jeden Arbeitsschutzbeauftragten zu sofortigen Maßnahmen veranlasst. Morgens beim Frühstück hatten die AV-ler etwas kleinere Augen als sonst und etwas größeren Kaffeebedarf, erwiesen sich aber als stimmlich gut durchtrainiert und waren wieder diskussionsbereit.

Im Rückblick lässt sich das Jahrestreffen als informativ, anregend und gesellig beschreiben. Wir gratulieren Birgit und Manfred zu ihren aktiven und auf gutem Niveau arbeitenden AV-Freunden sowie dem Dortmunder AV-Kreis zu seiner engagierten Leitung. 20 Jahre AV-Arbeit in Dortmund haben die Szene bereichert!

In der Kommende Dortmund war man von den Möglichkeiten von AV-Schauen begeistert – und warb die Schau über das eigene traditionsreiche Haus gleich für die bevorstehende offizielle Verabschiedung der Schwestern Patricia und Luca an. Und wer weiß, vielleicht mischt die Schwester Oberin im nächsten Jahr wirklich mit (vorausgesetzt, sie beherrscht ihr Handy!) …

Margret und Dieter Neumann