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2020-01(Jan)-27; MeDIA-Maier wird im Kururlaub mit AV-Schauen überrascht - z.b. von Manfred Delpho Drucken E-Mail

Kaum in den Kuranlagen angekommen, findet am ersten Abend schon ein interessanter Ländervortrag über Yellowstone statt. Dann zwei Tage später Norwegen und wieder zwei Tage später Island. Ob die wissen, dass das ein besonderes Hobby von mir ist?

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schlechte Kurhaus-Raumbedingungen schlechte Kurhaus-Werbung Büchertisch von Manfred Delpho

 

Wolfgang Amadeus Mozart hat heute am 27. Januar Geburtstag!

 

Er wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Eines seiner größten Werke ist sicherlich die Zauberflöte. Da bekommt der junge Prinz Tamino eine Zauberflöte um damit „leichter“ die entführte Pamina zu retten. Er wird u.a. zu dem Tempel der Natur geführt. Dort erhält er die Bestätigung, dass Pamina noch lebt. Erfreut darüber, spielt er auf seiner Zauberflöte. Bei ihrem Ton gesellen sich die wilden Tiere aus dem Wald, zahm und freundlich zu ihm…….

 

Und so eine Zauberflöte muss auch der Natururfotograf Manfred Delpho aus Gudensberg besitzen.
Wie sonst konnte man solche hautnahen und extrem scharfe Tieraufnahmen machen? Ob es einfach an der jahrelangen Erfahrung liegt? Oder am guten Sitzfleisch, um tagelang für das eine Kalender-Naturbild anzusitzen? Solche Fragen stellten sich mir und wahrscheinlich auch den Zuschauern, aber in den drei Länderschauen von Manfred über den Yellowstone, Norwegen und Island, erfahren wir kaum etwas bildlich über sein Making Of. In seiner deutlichen, sympathischen, persönlichen Rede deutet er zwar solche Abenteuer an, aber man sieht sie nicht auf der Leinwand. Dabei sind doch alle Zuschauer neugierig und wollen sich eventuell identifizieren, aber zumindest die Probleme vergessen. Diese Gier und die Alltagsflucht können wir gezielt befriedigen, ja wir könnten damit sogar falsche Fährten legen.

Wir haben die Macht der Medien.

 

Über dies und über die Möglichkeit Geschichten Sagen, Legenden aus den jeweiligen Ländern einzubauen, redete ich lange mit Manfred und trotz seines Alters von 71 Jahren, was man dem Naturburschen aber nicht ansieht, versprach er auf den ein- oder anderen Vorschlag einzugehen bzw. ihn zumindest zu überdenken.

 

Bei den Tierfotografen der GDT zählen leider noch alte Gestaltungsregeln, doch auch sie müssen bald erkennen, dass wir nur einen langanhaltenden bleibenden Eindruck mit unseren Spitzenfotos machen können, wenn wir die mit einer Story verknüpfen, welche den Zuschauern nicht mehr aus dem Kopf geht.

 

Naja, wenn wir das verstanden haben und das auch mit einem gewissen Aufwand praktizieren, dann ist der Weg nicht mehr weit zu einem Kunstwerk, also einem Diaporama, wo wir mit Bildern, Tönen, Sprachen und auch eingebauten Videos fantasieanregende Gehirnnahrung liefern.

 

Bei Norwegen und Irland bieten sich da immer die Trolle an, die ja bei Nacht lebendig sind und bei Eintreffen der ersten Sonnenstrahlen zu Stein erstarren. Und fantastische Steinformationen, Vulkane, Tektonikgräben usw. gibt es in diesen Ländern viele. Die Fantasie anzuregen, das Gehirn zum Mitdenken zu animieren und dann noch ein paar wichtige Länderinfos, machen erst eine sehr gute AV-Schau aus.

 

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immer noch schlechte Kurhaus-Raumbedingungen jetzt besser, persönliche Einladung an die Kurhaus-Bewohner Bider von Islandponys müssen in eine Island - Bilderschau

 

 

Ein paar Anregungen aus den drei Schauen:

 

 

  • Wie leicht hätte man die im Text erzählte, erste isländische Versammlung am Thing-Platz andeuten Können. Ein paar Stimmen mit Echo und Hall, ein paar Gesteinsformationen, Holzschilder, alte Waffen, Waffengeklirre und man wäre im Jahr 930 beim ersten Althing mit dabei.
  • Oder auch die Grabenbruchzone, dort wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse zwar sichtbar, aber mit animierter Unterstützung noch einprägsamer. Z.B. ein Bild mit Graben, ein lauter Knacks und das Bild ist in die Breite gezogen, dann der Hinweis, dass jährlich 2cm Bewegung stattfinden
  • Oder der außergewöhnlichen Tauchplatz die Silfragjá im Grabebruch. Hier kann man in einer Schlucht direkt zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte tauchen. Dann der Hinweis, dass Europa und Amerika sich voneinander entfernen. Naja das ist manchen zu politisch und passt vielleicht doch nicht in einen Naturschau.
  • Oder die Rettung des Wasserfalls Gulllfoss: Das es ihn noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir vom nahegelegenen Bauernhof zu verdanken, welche um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks am Wasserfall anging. Eine englische Gesellschaft hatte den Wasserfall gepachtet, um einen Staudamm zu errichten Als alle Anstrengungen hoffnungslos erschienen und Sigríður mit dem Freitod in den Fluten drohte, konnte der Vertrag schließlich aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht aufgelöst werden. Daran erinnert ja schon eine Hinweistafel aus Stein in der Nähe des Wasserfalles. Hier ein paar Bildern aus dem Freilichtmuseum und die richtige dramatische Musik. Sofort ist allen Zuschauer klar, was da passieren könnte.
  • Oder die Geschichte vom versteinerten Troll an der Nordküste von Island. Der spektakuläre Felsen im Meer Hvitserkur in allen Stimmungen. Die tollen Bilder bei Nacht und im Sonnenaufgang schreien ja gerade danach, als Trollgeschichte verwendet zu werden.
  • Oder die Erzählung im Yellowstone Nationalpark, dass alle Bisons von den Weißen abgeschossen würden und die Indianer nur so viel tötete wie sie zum Überleben brauchten. Schüsse, Hufgetrampel, Tipis, Gewehr, usw, würde die großartigen Bisonbilder hierbei unterstützen.
  • Oder die Erzählung vom Felsen, auf welche sich die sieben Mädchen vor dem Bär rettet. Allerdings war da tatsächlich schon eine kleine Zeichnung zur Unterstützung dieser Story in der Schau von Manfred eingebaut

 

 

Und so weiter…. Was man daraus aber erkenn kann, ist die Tatsache, dass bereits mit vorhanden Urlaubsbildern Geschichten, Legenden und Sagen aus den Reiseländern erzählt werden können.

Und tolle Geschichten mit tollen Fotos, bleiben lange in den Köpfen der Betrachter hängen.

 

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diesmal in der zentralen Wandelhalle mehr zahlnende Gäste, aber... ....keine optimalen Raumbedingungen

 

 

Manfred Delpho auf http://www.delpho.de/deutsch/index.htm

Vom Genießen der Natur und ihrem bewussten Sehen war es ein kleiner Schritt hin zu dem Wunsch, ihre Vielfalt festzuhalten und zu fotografieren. Über viele Jahre hinweg haben wir versucht die Schönheiten der Natur im Bild einzufangen: herrliche Landschaften, faszinierende Tiere und Pflanzen, verborgene Welten. Doch die Fotos sollen mehr sein als eine Dokumentation der Vielfalt und Schönheit. Unser Anliegen ist es, dem Betrachter die Faszination der Natur zugänglich zu machen. Begeisterung und Staunen zu wecken und ihn dafür zu gewinnen, das „Wunder Natur“ zu schützen und zu erhalten. Ihre Zerstörung schreitet von Tag zu Tag fort. In unserem dichtbesiedelten Industrieland werden Landschaften zubetoniert und Pflanzen und Tiere aus ihrem natürlichen Lebensräumen verdrängt. Vielerorts hat der Mensch negativ in unsere Kulturlandschaft eingegriffen und häufig werden wir mit Beispielen des Raubbaus konfrontiert. Wir haben nicht versäumt, diese unablässigen Gewalttätigkeiten gegen die Natur zu dokumentieren und zu veröffentlichen (eine kleine Auswahl wird in der Galerie „Die Welt in unserer Hand“ vorgestellt). Die Bilder der übrigen Kategorien sollen jedoch vor Augen führen, welche Werte es vor der Zerstörung zu bewahren gilt. Bleibt zu hoffen, dass uns dies gelingt.

Manfred Delpho auf http://www.delpho.de/deutsch/index.htm

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