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2013-04(Apr)-12; Offen für neue Ideen? Das BDFA Bundes-Videofestival Fantex in Waiblingen Drucken E-Mail

Offen für neue Ideen: Fantex in Waiblingen

 

Was tut man nicht alles für einen guten Grappa? Ich überlege noch, ob der denn zu meinen schwäbischen Maultaschen passt, und schon habe ich mich verpflichtet, diesen Bericht über das diesjährige Bundesfilmfestival Fantex zu schreiben. Es ist schon eine geballte Ladung an Ideen, Fantasie und künstlerischer Kreativität die wir am ersten Wochenende nach Ostern genießen können. Immerhin 63 Beiträge hatten es bis nach Waiblingen geschafft.

 

Es beginnt mit siebzehn Trickfilmen, jeder Beitrag eine eigene Welt, die uns die Autoren geschaffen haben. Da ist das Autorenteam „Moviebande“, die es mit zwei Trick- und einem Fantex-Streifen bis hierher geschafft haben. Dies müssen also erfahrene Filmprofis sein – oder vielleicht werden sie es später einmal, die Kinder der „Grundschule Mitte“ aus Nördlingen, die ihre Ideen unter Anleitung des Lehrers Dieter Scholz animiert haben. Horst Orlich präsentiert uns in diesem Jahr mit „Schwarzmalerei“ die Welt der Zahlen und Bö(r)se und setzt ihr im Legetrick die fröhliche Welt der Kinder gegenüber. Hier passen Form und Inhalt zusammen. Orlichs „Schwarzmalerei“ werden wir bei den DAFF wiedersehen, ebenso wie die Collage „Der Rote Faden“, in der sich Barbara Biegel mit ihrer neuen Heimat Jena auseinandersetzt. Die „Marionette“ von Rhea Flügel und Damian Czalka befreit sich von den Fesseln der lenkenden Hand und findet so den Weg nach Jülich. Von den S-Filmen darf nur einer der beiden Goldmedaillen zu den DAFF. So müssen wir in Jülich auf „Ralle & Bolle - fernsehsüchtig“ verzichten, den beiden Hamstern von Winfried Bellmann und Doreen Schweikowski, die mit ihren Abenteuern in der Waschmaschine vor zwei Jahren Publikumslieblinge waren – schade! Aber „Crossover“ von Fabian Godde musste einfach gemeldet werden. Eine Animation, die im Makrobereich wie ein Tierfilm über Wanzen beginnt und sich zu einer spinnefeindlichen, bissigen Gesellschaftskritik wandelt.

 

Beiträge der Fantex sind manchmal schwer zu fassen; sie funktionieren mal über den Bauch, mal über den Kopf - für „Astartes Schlaf“ gilt beides: Autorin Denise Blickhan entführt uns in eine tänzerische Traumwelt. Da verschafft vielleicht die Kenntnis der griechisch-phönizischen Götterwelt einen Zugang oder man lässt sich durch die Einheit von Tanz, Gesang und Videotechnik in den Film ziehen – und freut sich mit Denise Blickhan über Gold und Weitermeldung zur DAFF. Derweil präsentiert das Team um Philip Neues in „derweil“ eine geradezu surreale Situation: Ein Mann baut mit dem Auto einen Unfall und begegnet sich selbst in einer farbigen und zugleich absurden Kino-Ästhetik. Der vielleicht anspruchsvollste Brocken für den Zuschauer ist „Ophelia“ vom Team um Maik Pevestorff. In einer szenischen Spielhandlung werden, so wie es Jurorin Gisela Sprenger-Schoch formulierte, Grundsatzfragen des Kunstverständnisses aufgeworfen.

 

Samstagabends wird traditionell im urigen Kellergewölbe des Kameralamtskeller der „Fantexteller“ zum Bier aus Baden und Wein aus Württemberg serviert. Auf der Bühne spielt das Trio Zaitensprung Gitarrenklänge aus den 60-er und 70-er Jahren. Ich erkenne Hits der Beatles, Pink Floyd und Santana. Doch plötzlich zieht Juror Martin Gubela in der Maske von Modemacher Harald Glööckler alle Blicke und Fotoapparate auf sich. Da war wohl ein Eimer Schminke und Haarfarbe sowie Modeklunker für Hals und Finger im Spiel!

 

Wie bereits angekündigt findet am kommenden Dienstag, dem 16. April 2013, von 19h30 - 21h30 ein Workshop zum Thema Lightroom 4 statt. Referent ist Peter Hoch vom Filmklub Dortmund, der vor allem Neueinsteigern das Programm Lightroom 4 von Adobe vorstellen möchte. Mit praktischen Tipps an zahlreichen Beispielen eigener Fotos wird ein Programm vorgestellt, das in der Verwaltung und Bearbeitung digitaler Bildbestände Maßstäbe gesetzt hat. Das Seminar, das keine Vorkenntnisse voraussetzt, erläutert die wesentlichen Bausteine dieses mächtigen Programmes, das sich - nicht nur bei Berufsfotografen - immer größerer Beliebtheit erfreut. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , die Teilnahme ist kostenlos. Infos zur Anfahrt zum Klublokal unter www.filmklub-dortmund.de

Am Sonntagmorgen lädt das Fantex-Team zum Sektempfang, begleitet von Mike Davis und Partnerin mit Geige und Flügel. Weiter geht es mit den nächsten Filmblöcken. In den Videoclips steht mal das Bild und mal der Ton im Vordergrund - und in richtig guten Clips sind beide Ebenen eine Einheit. Hierzu zählt für mich „apocalypse now“ von Florian Arndt, der auf zwei Zeitebenen die ausweglose Situation des Protagonisten beschreibt und uns hierzu Heavy-Metall-Klänge einhämmert. „push push“ von Jürgen Liebenstein zeigt, wie der eigentlich alltägliche Vorgang von Straßenbauarbeiten durch geschickte Montage zu einem dynamischen Videoclip verarbeitet werden kann. Beide Clips wurden zusammen mit der AV-Präsentation „Jerusalem“ von Maurice und Peter Hoch zu den DAFF gemeldet.

 

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ich könnte zum Beispiel über die Jury „herziehen“ – dazu gab sie aber keinerlei Anlass: Juryleiter Bernhard Lindner lieferte zu jedem Beitrag gezielte Anreize zur Diskussion, die mal einmütig und mal kontrovers aufgegriffen wurden. Die Ausrichter hatten mit Ute Kühnert, Gisela Sprengler-Schoch, Uwe Germar, Martin Gubela und Dr. Jörg Hermann ausgesprochene Kenner der Materie eingeladen, die auch als Team harmonierten.

 

Natürlich muss der Dank aller Gäste den tollen Helfern des Fantex-Teams um Eva & Lutz Schulmeyer und Leo Hippold gelten, die uns über zwei Tage mit Kaffee, Kuchen, Licht und Ton und vielem mehr versorgen. Übrigens: Grappa und Maultaschen, diese schwäbischen Ravioli, passen hervorragend zusammen – es braucht nur etwas Fantasie …

 

Jürgen Richarz

 

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