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2008-01(Jan)-12; MeDIA-Maier auf der CMT in einer Donau-Diaschau von Vetter/Heiland Drucken E-Mail

 

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Die Bedingungen auf der CMT 2008 waren denkbar schlecht!

Am Samstag den 12.01.2008 besuchte ich am Eröffnungstag die CMT (Caravan-Motor-Touristik-Messe), welche zum ersten Mal in den neuen Messehallen am Flughafen Stuttgart stattfand und die größte Messe ihrer Art sein soll. cmt2008_halleDass es dort ein umfangreiches Dia-Präsentations-Programm gibt, konnten viele Interessierte zunächst nur auf meiner Terminseite www.HDAV.in lesen, da es die Messleitung versäumt hatte das Programm online zu stellen. Auf meine ständigen Nachfragen und auf meinen Druck hin wurde dann ein Tag vor Messebeginn das Programm auf die Seiten gestellt. Zu spät für viele Dia-Veranstaltungen im eigens dafür reservierten Concress-Center. Den interessanten Bericht über den Stromboli besuchten z.B. nur 8 Leute und über das Piemont waren es auch nur höchsten 10 Personen mangels Info. Besser hatten es da die professionellen Reise-Journalisten (wie sie sich selbst nannten) Babara Vetter und Vincent Heiland, nur was die Besucher anbetraf. Sie waren extra angekündigt im Zusatzprogramm der integrierten „Fahrrad und Erlebnisreise-Messe“ und dafür gab es auch ein wenig Plakatwerbung.
Trotzdem waren die Rahmenbedingungen denkbar schlecht. Der nicht voll abdunkelbare Vortragsraum fasste nur ca. 70 Besucher. Die 3 Leica-Diaprojektoren standen ganz am Ende des Raumes und zum Magazinwechsel musste Vincent Heiland von vorne auf den Tisch steigen. Klar dass es dabei passieren kann, dass man in den Lichtkegel kommt. Ist aber gar nicht schlimm, genauso wenig wie die kleine technische Diaprojektoren-Panne im ersten Teil der Diaschau „Abenteuer Donau“. Mit Rad und Kanu vom Schwarzwald ins Schwarze Meer. Viel schlimmer waren die nicht abdunkelbaren Oberlichter, der nicht schließende Vorhang zum Gang hin und die übergrellen Notausgangsbeleuchtungen. Auf der welligen extragroßen Leinwand wurde dann auch richtigerweise nur ein kleines Bild projiziert, damit man überhaupt noch etwas erkennen konnte.

cmt_diasEs war eine Diaschau im klassischen Stil. Barbara Vetter erzählte mit sympathischer Stimme die Abenteuer die so eine kombinierte Rad- und Kanutor mit sich bringt. Eigentlich gab es nicht so sehr viel zu erzählen und in einer spannenden Situation als das Boot kenterte gab es natürlich keine Fotografien. Doch die Situation wurde durch originelle Strichzeichnungen dargestellt.

Nicht nur an dieser Stelle hätte ich mir einen digitalen Vortrag mit all seinen Möglichkeiten gewünscht. Ich glaube es reicht heutzutage nicht mehr schöne Fotografien zu einer schönen Musik mit einer schönen Erzählstimme als Abendprogramm zu bringen. Das Publikum möchte mehr und bekommt ja von den ersten digitalen Vortragskünstlern auch mehr geboten. Gerade die Kentersituation hätte man mit drehendem Strudel und untergehender Kameraausrüstung gut animieren können. Auch fehlten die Geräusche von Wassergeplätscher und Flüchen. Eventuell wollten die Produzenten authentisch bleiben und haben deswegen oft auf O-Ton aus der Konserve verzichtet, schade. Dafür war umso origineller das „Schlupf-Geräusch“ von im Schlamm einsinkenden Füssen zu hören und dabei die verdrecken unbewegten Beine zu sehen. Nur in einer kurzen Filmsequenz hätte dies noch authentischer gewirkt. Dynamische Töne zu einem dynamischen Geschehen auf der Leinwand. Wie gesagt, es fehlte manchmal digitale Möglichkeiten wie z.B. ein  Zoom z.B. auf einen Kuhkopf der aus einem Minihaus herausschaute oder ein Schwenk über das Panorama beim „Eisernen Tores“ einem Donaudurchbruch. Leider gab es auch keine, speziell für die Überblendung fotografierten Bilder, auch gab es keine sequenzielle Fotografie. Dadurch fehlte das "Salz in der Suppe" durch außergewöhnliche Überblendungen oder vielleicht gekonnte "Dritte Bilder". Keine Schärfeebenen-Verlagerungen und keine partielle Einblendung von hellen Bildanteilenen in dunkle. Ich habe schon vor fast 10 Jahren die damals (auch heute noch) gültigen Möglichkeiten für geschickte Überblendungen beschrieben. Leider werden sie zu wenig von einigen Vortragsprofis beachtet.

Auch bei diesem Vortrag gab es „Lichtlöcher“. Nun glaube ich nicht, dass ich dafür überempfindlich bin, aber es ist schon erschreckend wie oft ich dieses Phänomen in den letzten Monaten beobachten musste. Bei der Überblendung von einem Bild auf das nächste sollte im Idealfall die Helligkeit bei 100% bleiben. (außer man will bewusst eine Sequenz auslaufen lassen) Wenn die Helligkeit absinkt und wieder ansteigt, dann müssen sich die Pupillen der Zuschauer an den Helligkeitswechsel anpassen und das ermüdet. Ob man „Lichtlöcher“ hat kann man am besten durch einen Überblendung von zwei gleichen Dias feststellen, man darf im Idealfall keinen Übergang sehen. Das ist bei Diaprojektoren etwas schwieriger als bei den Beamern, dort ist es nur das Unvermögen des Programmierers, aber bei Diaprojektoren muss man die Lampenträgheit der verschieden Projektoren berücksichtigen und dabei spielt auch die Lampenhelligkeit eine wesentliche Rolle. Eine 400Watt Simda hat eine ganz andere Überblendkurve als ein 150 Watt Rollei Projektor. Vincent Heiland hatte auch eine kleine digitale Kamera auf der Kanutour mit dabei, vielleicht zeichnet sich da ein Umstieg an, dann bräuchte er auch nicht mehr den 200 Diafilmen nachtrauern die in der Donau untergegangen sind. http://www.lichtbildarena.de/Vetter-Heiland.3.0.html cmt_2008_cd

Übrigens habe ich den originellen Balkan-Bläser-Brass-Soundtrack zur Dia-Reportage "Abenteuer Donau" von Barbara Vetter und Vincent Heiland für 12,- Euro gekauft. Der bläserlastige Soundtrack wurde komponiert und arrangiert von Andes Böhmer und er ist noch kein Mitglied der Gema, also ist der Soundtrack gemafrei. Doch ich möchte hier auf eine Bemerkung auf den www.gema.de Seiten hinweisen, dass wenn ein Komponist Mitglied in der Gema wird, dass dann ALLE sein Weke gemapflichtig werden, auch die vor dem Zeitpunkt der Mitgliedschaft!

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