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2007-12(Dez)-14; MeDIA-Maier beim KUFIFE, dem 9.Kurzfilmfestival an der Hochschule der Medien Drucken E-Mail

kufife_plakatWenn man von Böblingen nach Stuttgart kommt (ca.12km), dann liegt direkt am südlichen Eingangstor der Landeshauptstadt die Hochschule der Medien, eine Schmiede für kreative Gestalter und zukünftige Medienfachleute. Einmal pro Semester findet die für mich schon traditionelle "Medianight" mit vielen studentischen Darstellungen und in toller Feierlaune statt und einmal pro Jahr, quasi als Abschluss meines Medienjahres Mitte Dezember das www.KuFiFe.de

Und es war ein schöner Abschluss! Insgesamt wurden 20 Kurzfilme in den 2 großen Kinosälen vor ca. 250 Gästen gezeigt. Dabei war das Programm dasselbe, aber man muss mittlerweile auf Grund der vielen Besucher mit mehreren Vorführräumen arbeiten. Das KuFiFe ist also ein international offener Film-Wettbewerb, den Studierende der Hochschule jährlich veranstalten. Bereits zum neunten Mal wurden professionelle Werke noch nicht professioneller Filmemacher gezeigt. Die meisten stammen aus der HDM. Weder das Thema noch das Genre waren festgelegt. Ob Experimental- oder Werbefilm, Musikclip oder Computeranimation, jede Produktion bis zehn Minuten Länge konnte eingereicht werden. Aus diesem wählte dann das Publikum, direkt am Anschluss an die drei Vorführblöcke die Gewinner aus. Den drei besten Filmern wurden Preisgelder in Höhe von 600 Euro für den ersten, 300 Euro für den zweiten sowie 100 Euro für den dritten Platz überreicht. In den Pausen zwischen den Blöcken spielte die Studentenband "Skiptrack" und es gab Brote und Getränke. Einige der Filme wurden auch schon auf anderen Filmfestivals gezeigt, wie zum Beispiel auf unserem internationalen Kurzfilmfestival in Heilbronn , mit dem Untertitel "Geld spielt keine Rolle".

Doch zurück nach Stuttgart. Die gezeigten Filme waren also meist studentische Werke, die oft im Team erarbeitet und produziert wurden. Und es waren oft sehr professionelle Themen die auch mit dem professionellen Beamer von Panasonic gezeigt wurden. (siehe Bilder unten) 

Wie gesagt die Gewinner wurden noch am gleichen Abend bekannt gegeben:

1. Platz: Vaterschaftstest, Katharine Landgrebe, Bauhaus Uni Weimar
2. Platz: Nachts in den Karparten, Steffen Abel, HdM Stuttgart
3. Platz: In Formatica, Matthias Lang, FFH München

Beim "Vaterschaftstest", einem schon häufig gezeigten und mit Preisen überschütteten Kurzfilm (Winterthur, Ludwigsburg, Köln, etc.) von Katherine Landgrebe von der Bauhaus Universität Weimar, wird in einer 2D-Computer-Animation ein Beziehungsdrama per SMS erzählt.

Es ist der erste Film der Studentin. In ihrem Film von 2006 zeigt sie also eine kuriose Verwicklung durch eine fehlgeleitete SMS. "Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich selber wahnsinnig viel simse", erklärte die Studentin einmal stolz. In dem Computeranimierten Dreiminüter geht es um das Mobiltelefon als moderne Schreibmaschine und eine fehlgeleitete Kurzmitteilung und daraus entstehende Verwicklungen. Landgrebe wählte das Musikstück »The Typewriter« von Leroy Anderson, durch den Jerry Lewis-Sketch bekannt, und erarbeitete speziell dafür ein Konzept. Die klassische Schreibmaschine mit der modernen Kommunikationstechnik zu kontrastieren und die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit zu karikieren, war eines der Ziele ihrer Interpretation.

Übrigens eine gute Idee für eine eigene "Bildergeschichte". Diese prämierte Story hätte man in HDAV noch beeindruckender und von der Auflösungs-Qualität her sehr viel besser machen können. Dies ist auch ein Grund warum wir "Bildergeschichten-Erzähler" uns bei Videofestivals inspirieren lassen sollten, und im positiven Sinn auf "Ideenentwicklung" gehen können. Unter dem Stichwort "fehlgeleitete SMS=Info" fallen ihnen bestimmt witzige Stories ein, oder haben sie noch nie eine fehlgeleitete SMS bekommen?

"Nachts in den Karparten" von Steffen Abel hatte ich auch schon gesehen, ich glaube bei einer MediaNight an der HDM, da der Film ja auch von der HdM Stuttgart war. Hier wird im professionellen Zeichenstil (ähnlich der Siegerschau in Villingen, "Der Verrückte, das Herz und das Auge von Anette Jung, Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam") eine von vornherein "durchsichtige" Geschichte erzählt. Mit den klassischen Mitteln der Musik und der Töne wird trotzdem eine Spannung ähnlich den Draculafilmen aus dem gleichen Gebirge aufgebaut. Durch einen witzigen Text der in Reimen gekonnt aufgesagt wird, vergießt man seine "Vorurteil" den Ausgang der Story "Graf als Vampir jagt Jungfrau" zu kennen und wird dafür mit einer Pointe am Schluss belohnt. Es geht nämlich um die Aufrechterhaltung sexueller Begierde in einer eingefahrenen Beziehung, köstlich!

Beim dritten Platz "In Formatica" von Matthias Lang aus der FFH München, habe ich meine Probleme mit dem Hauptdarsteller "Zack". Bekannt durch seine eigene Comedyserie verliert die Geschichte an Authenzität, wobei er bei diesem studentischen Werk vielleicht noch gar nicht so berühmt war. Also zwei Handlungsebenen, oben der "dummen User" der an seinem PC verzweifelt und ihn schließlich aus dem Fenster wirft, und unten die Bits und Bytes die die Befehle ausführen sollen und aber abgelenkt werden durch, Spieler, Weiber-Viren, Sackgassen, etc. Auch hier kann man eigene Ideen für seine Bilderschau entwickeln. Es gab da ja schon den bebilderten Witz vom Super-DAU (Dümmster Anzunehmender User) was aber meiner Meinung nach in beiden Produktionen fehlt ist eine klare Aussage, nur witzig zu sein reicht nicht, wir sollten möglichst auch Lösungen anbieten, oder soll die Botschaft sein, dass wir alle den PC zum Fenster hinaus werfen?

Also bei den 20 Kurzfilmen hat man locker 20 neue Ideen für eigene Projekte entwickeln oder weiterentwickeln können. Manche studentische Werke waren nicht bis zum Schluss fertiggedacht, es fehlte ab und zu die Pointe, wie bei dem Film "Unentschieden". Ein junger Mann der sich nie entscheiden kann und will und deshalb 2 Frauen hat und beide verliert, ist das jetzt gut oder schlecht? Oder PulpFiction in 3-D-Animation ohne klare Pointe (habe ich besser schon mit Lego als Brickfilm gesehen), oder SToMo wo sich ein junger Mann durch eine Frau "verhext" fühlt und alles in Zeitraffer (Stopp Motion SToMo) für ihn abläuft, mit welcher Aussage?

wings_bildsequenz_einlesenHier möchte ich auch nochmals ansetzten, bereits 2006 habe ich im Stop-Motion-Verfahren einen Legofilm / Brickfilm fotografiert. Das geht ganz einfach und in sehr viel besserer Qualität als mit Videokameras. Diese Einzelbilder kann man dann als "Bildfolge" in unser Universal-Präsentations-Programm Wings Platinum einlesen und weiter bearbeiten und gestalten. Was man da an Ideen bei den Videofestivals sehen konnte waren meistens Zeitraffer die dann recht kurios erschienen. Zum Beispiel drehte sich ein Tanzpaar in der Luft im Kreis. Dazu mussten bestimmt unendlich viele Bilder geschossen werden und das Paar musst jedes Mal in die Luft springen (mit abgewinkelten Knien sah es gut aus) Oder ein Protagonist rutschte auf dem Hosenboden eine steile Treppe hinauf, oder das Publikum um einen herum bewegt sich schnell und der Hauptdarsteller nur langsam, oder große Gegenstände werden von einem kleinen Staubsauger angezogen, oder, oder, oder!

Ich möchte alle Leser dazu ermuntern selbst kreativ zu werden, deshalb schreibe ich das alles auch in meinem Blog! Was so ein richtiger Kreativer ist, der geht zuerst neugierig durch die Welt, um Ideen zu sammeln, gestaltet dann so viel und so gut wie möglich - und möchte die Ergebnisse dann so vielen Interessierten wie möglich zeigen. Also liebe ich Informationen und AV-Veranstaltungen aller Art - egal, ob als Besucher, Gestalter oder Veranstalter und ich hoffe das merkt man. 

Zum Ausklang des nächsten multimedialen Jahres 2008 feiert das www.KuFiFe.de sein 10-jährigen Jubiläum!

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