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2017-03(Mrz)-15; Nach neun Versuchen gab es 2017 das letzte Medienfestival in Villingen/Schwennigen Drucken E-Mail

2017 vom Autor Michael Hoyer und von der Seite: http://www.medienfestival.net

 

Tell a story …

 

Beginnen ist keine Kunst – aber aufhören. Wann ist der richtige Augenblick. Gibt es ihn überhaupt. Ich weiß es nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Aufhören, obwohl es mir schwerfällt, auch eine positive Seite hat. Es erscheint mir als Veranstalter eher unwahrscheinlich, das Medienfestival Villingen-Schwenningen unter den derzeitigen Vorzeichen weiterentwickeln zu können. Den Status Quo zu wahren ist nicht mein künstlerischer und medialer Anspruch. Daher erkenne ich wohl, dass ich durch Beenden des Medienfestivals ein Projekt aufgebe, was mir ans Herz gewachsen ist. Denn ich habe viele fantastische Menschen kennen gelernt, Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen.

Wenn heute das Medienfestival zu Ende geht, dann fällt der Vorhang zum letzten Mal. Ich danke Ihnen – interessiertes Publikum – für die langjährige Treue zum Medienfestival. Ganz besonderen Dank gebührt den vielen Helfern, die teilweise seit dem 1. Medienfestival stets zum Gelingen beigetragen haben, der Firma Horncolor, die die Produktionen für das Festival auf- und vorbereitet haben und der Firma AV Stumpfl aus Österreich, die mit Ihrer Technik und Software dieses Festival ermöglichen.

Aufhören – wenn es am Schönsten ist. Das 9. Medienfestival war erneut ein echter Publikumsmagnet. Das Rahmenprogramm war bereits im Vorfeld komplett ausverkauft, die Showblöcke und Seminare erfreuten sich einer noch größeren Beliebtheit als bei den vorigen Auflagen des Festivals. Ich weiß, dass es für alle Partner, Sponsoren, Produzenten und Referenten eine Nachricht mit frappierenden Nebenwirkungen ist. Dennoch – der Entschluss, der mir sicher nicht leicht gefallen ist, ist richtig – aufhören, wenn es am Schönsten ist.

 

 


VS17 Sieger

Übrigens, der Sieger der Kategorie, Kunst-Amateuer, "Tsaata - Die letzte Rentierherden" lief bereits bei einem www.HDAV-OPEN-AIR.de in Untereisesheim.


Hier meine alten Berichte aus dem www.HDAV.Blog

Medienfestivals in Villingen-Schwenningen und in Chelles

 

Experiment gescheitert!

 

Von Achim Maier 2005

 


 

Das Medienfestival in Villingen-Schwenningen konnte zum wiederholten Male seinem selbst gesetzten Motto: „Tell a Story“, egal mit welchen Medien, nicht gerecht werden!

Dieses ehrenhafte Ziel wurde leider, wie auch schon bei den letzten beiden Festivals,  nicht erreicht und war sogar besonders schwer, da zu den Unterschieden in der Publikums-Wirksamkeit der Medien auch noch die drei Jury-Mitglieder hauptsächlich aus der Filmbranche kamen. Früher war als Ausgleich noch ein AV-Vertreter im dreiköpfigen Bewertungsteam. Von den 746 eingereichten Produktionen, von denen 36 durch die Vorjury ins Programm gewählt wurden, waren, außer bei den Filmen, einige „matte“ Produktionen im Programm. Als Performance-Vertreter z. B. die langweilige Geschichten-Erzählerin vom Kindergarten oder die einfallslose Live-Piano-Performance mit Computeranimation. Das Rahmenprogramm begann bereits am Donnerstag mit der Auftaktveranstaltung von ORSO, dem Ortenauer Rock Symphonic Orchester, welches zuerst mit etwas dünnen Vokal-Stimmen und schlecht erkennbarem roten Faden in der Neuen Tonhalle ihre musikalischen Geschichten zum Besten gab. Erst mit professionellen Solo-Darbietungen in der zweiten Hälfte brachten ORSO die Zuhörer zum Staunen.

Der Wettbewerb

Die Platzierungen beim Wettbewerb sahen dann auch entsprechend der oben vermuteten Auswahlproblematik aus. Auf dem ersten Platz landete ein Musik-Videoclip „So gesehen“ vom Profifilmer Sven Volz und auch der dritte Platz „Dragon Slayer“ von Robert Kuczera, stammt von einem Produzent, der momentan für den neuen Harry-Potter-Film als Profi die Ungeheuer animiert! Wenn dagegen dann eine Amateur-Zwei-Projektoren-Schau von Ramona Koch gezeigt wird, kann sich diese Art der Projektionskunst nicht mit den aufwändigen Produktionen, vor allem der vielen Hochschulprofis, messen. Zum Teil laß man im Nachspann von über 40 Helfern.

Filmprofis sahen ab

Auch der zweite Platz ging für „Pantoffelhelden“ von Susanne Seidel an einen Profi, welche eine WDR-Fernsehproduktion für die Sendung mit der Maus herstellte. Vier Jahre lang wurde mit großem Mitarbeiterstab und großem Budget an dem kurzen Kindertrickfilm gearbeitet. Unsere Dia-AV-Medien haben da keine Chance und sei die Story auch noch so gut. Leider standen auch nicht die angekündigten lichtstarken Diaprojektoren zur Verfügung um damit wenigstens die technische Unterlegenheit des Dias zu kompensieren. Auffallend für mich war der am längsten anhaltende Beifall bei der Live-Diaschau „Schwarzwald“ von Martin Schulte-Kellinghaus. Doch auch er ging in der Bewertung leer aus und vielleicht wollten die Zuschauer nur einem der letzten seiner Art huldigen. Der Nachwuchsförderpreis für „Wie gewünscht“ von Anna Kalus ging an einen Kinder-Trickfilm der mit viel Zeichenarbeit und interessanter Story glänzte. Auch der Publikumspreis „Das Floß“ von Daniel Mann ging an eine Trickfilm-Produktion, die mit einem Geld-Stipendium des Fördervereines „Caligari“ der Filmhochschule Ludwigsburg verwirklicht wurde und über den ich bereits hier im AV-Dialog berichtet habe.

Ein neues Filmfestival

Kurz um, Villingen-Schwenningen hat sich zum Kurzfilm-Festival entwickelt und Produktionen mit großem Budget und großem Mitarbeiterstab sahnen die Preise ab. Wer aber nur gute internationale Kurzfilme sehen will, der kann das z. B. auch am 22. und 23. April in Schongau bei den „Funniest Shorts“ Filmtagen tun (http://funniest-shorts.de/2005/de). Dort laufen zum Teil die gleichen Filme und der Eintritt ist frei. In Villingen-Schwenningen mussten für alle normalen Show-Blöcke ohne die Workshops und Sondervorführungen mindestens 20 Euro bezahlt werden.

Natürlich stand eine sichere Finanzierung des Festivals bei den Machern im Vordergrund. Aber musste man deshalb für Verkaufswerbeschauen z.B. der Firma Stumpfl 9 Euro oder bei Leica gar 25 Euro verlangen, um dann für die beworbenen Produkte nochmals zahlen zu dürfen? Auch die hohen Standpreise waren unter Umständen ein Grund, warum man viele Freunde und Gönner der Vergangenheit nicht mehr beim Medienfestival gesehen hatte. Fotovision wurde ebenso vermisst wie auch ScreenAV und das fotoforum. Selbst beim Moderator musste man auf Rainer Böhm verzichten, für den dann der Bayern3 Sprecher Dirk Rohrbach engagiert wurde.

Gerne denke ich bei all den Kosten und Geldern an den persönlichen Charme des anderen Schwarzwald-Festivals, dem legendären Sulzburg-Diafestival zurück, bei welchem ein Teil des Veranstalterduos - Michael Hoyer - ja auch seine ersten Organisations-Erfahrungen kostenlos sammeln durfte.

Medienreportage als Highlights

Was aber als gelungener Höhepunkt angesehen werden kann, waren die ausverkauften Profiveranstaltungen von Michael Martin, der den Zuschauern am Samstag um 20:00 Uhr in der Neuen Tonhalle seine Medienreportage „Wüsten der Erde“ präsentierte und von Reinhold Messner am Sonntag mit seiner Geschichte „Himmel - Hölle - Himalaja“. Doch braucht es dazu wirklich ein Medienfestival? Diese Veranstaltungen wären auch ohne den multimedialen Rahmen des „Tell a Story“-Festivals ausverkauft gewesen.

Wenn zwei das Gleiche tun ist es doch nicht dasselbe

Vor wenigen Wochen fand ein weiteres Multimedia-Festival in Chelles in Frankreich statt. Obwohl das Festival in Chelles auf eine lange Tradition zurückblicken kann – es fand zum 25 Mal statt – ist es in der Seele jung und authentisch geblieben. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich und aus Spaß an der Freude. Es wird keinerlei Eintritt verlangt und selbst zu den preiswerten opulenten französischen Mahlzeiten wird einem der Tischwein großzügig kredenzt. Durch die Partnerschaft mit Lindau am Bodensee waren auch die Dolmetscher reichlich vertreten und der Rahmen im städtischen Theater hätte nicht besser sein können. Hier waren Idealisten am Werk, die versuchten, auch noch so technisch aufwändige Multimediaschauen vorzuführen. Nach dem Motto „Je mehr desto besser“, waren in der Vergangenheit bei einer Daimler-Benz-Präsentation schon 36 Diaprojektoren im Einsatz. Chelles gehörte damals, Ende des letzten Jahrhunderts, in seiner „glorreicheren“ Vergangenheit zu den berühmten AMI-Festivals (wie München-Multimedia, Tampa, Philadelphia). AMI bedeutet „Association for Multi-Image International“. Diese Festivals wurden eigentlich von Profis für Profis organisiert, damit man sich gegenseitig viele Awards vergeben konnte, doch es entwickelte sich dabei wirklich so etwas wie eine Art Gütezeichen. Leider mangelt es heute an aufwändigen Multimedia-Schauen, so dass auch über zehn Jahre alte Zwölf-Projektorenschauen wie z.B. „Rhythm of Jazz“ liefen. Die Schau glänzt mit „filmähnlichen“ Sequenzen und ist einer der AV-Multimedia-Klassiker, wie auch die uralte Ikea-Schau vom Bettaufbau von Doug Mesney, die es leider nicht auf Video o.ä. zu sehen gibt. In Chelles wurde übrigens auch ein einfaches Einfeld-Diaporama von Gerard Desroches gezeigt, in welchem das Aussterben einer „Dinosaurier“-Industrie (Stahlindustrie) angeklagt wird. Ähnliches wir Chelles mit seinen gewollten Materialschlachten auch passieren.

Hier ein paar technische Daten von Chelles: An drei Tagen wurden ca. 70 Schauen gezeigt. Die digitalen Schauen wurden vor allem mit Dataton Watchout (26 Schauen) und mit Picture to Exe (19 Schauen) hergestellt. Es waren 18 echte Diaschauen zu sehen, die hauptsächlich mit Dataton gesteuert wurden.

Die Leinwand (ca. 12 x 5 m) war zum größten Teil mit Panoramaprojektionen ausgefüllt. Es waren insgesamt 33 Stück Simda 400 Watt Diaprojektoren und ca. zwölf Beamer aufgebaut. Drei Schauen wurden in 3-D mit bewegten Bildfeldern und integrierten Videosequenzen gezeigt. (Herman Miller vom AV-Dialog machte mit einer 3-D-Schau einen ersten Preis). Eine Besonderheit im Rahmenprogramm war ein kostenloser Jazz-Abend mit vorgespannter und bebilderter Gaze-Leinwand und zwischen den Musikblöcken Infos als Multimedia-Schau zu berühmten Jazzgrößen.

Das nächste Multi-Mediafestival dieser Art findet eine Woche vor Drüggelte im italienischen Asolo/Venetien statt.


2. Medienfestival in Villingen-Schwenningen 2003

Das haben wir uns verdient......!

 

Von Achim Maier 2003

....Am Freitag, den 04.04.03 begann bereits der Erste von Vier Showblocks und fast schien es als hätte der Veranstalter nur für die vielen anwesenden Honoratioren was ganz besonderes ausgesucht. Der erste Showblock beinhaltete bereits 3 der späteren 5 Preisträger und ganz schwache Präsentationen fehlten ganz. Sogar die 2 Performance-Darbietungen wurden den erlauchten Gästen bereits in diesem Starterblock präsentiert.

Die Veranstalter Michael Hoyer und David Hettich hatten sehr professionell dieses 2. Medienfestival vorbereitet und durchgeführt. Dabei mussten sie aus knapp 500 eingereichten audiovisuellen Produktionen ca. 10% als sehenswert herausfiltern.

Hier scheint mir jedoch die Vorjury etwas hastig vorgegangen bzw. nicht ganz „Mottogerecht“ in ihrer Entscheidung gewesen zu sein oder sie war mit der Sichtung so vieler Schauen einfach überfordert oder es waren 450 total miese Projektionen mit dabei.........

So spielte z.B. bei fast alle ausgewählten Watchout-Präsentationen das Festivalmotto ...tell a story! eine untergeordnete Rolle. Watchout-Präsentationen zeichneten sich lediglich dadurch aus, dass unter Verwendung von 3 Hochleistungsbeamern in Softedge-Projektion ein Panoramabild in hoher Auflösung gezeigt wurde. Darin können kleine Bildfelder integriert sein, in welchen sich eine andere Projektion abspielt. Diese technische Besonderheit allein genügt nicht eine spannende Geschichte zu erzählen. Doch die Firma, welche hinter den 3-Beamern-Projekten steht war gleichzeitig ein Staging-Partner, welcher für die technisch aufwendigen Schauen verantwortlich zeichnet und denen wurde dadurch das Schicksal von Stefan Bässgen und Franz Baumann erspart.

Hatten die beiden beim letzten Festival noch 16 Diaprojektoren zu versorgen so waren es jetzt nur noch 4 Stück. Die wenigen damit gezeigten Schauen hatten es dann auch noch sehr schwer. Die Helligkeit der Dias gegenüber den Hochleistungsbeamern mit 10.000 ANSI-Lumen verlor sich in der Tonhalle auf der großen Leinwand. Bilder mit viel Schwarzanteil waren kaum noch zu erkennen und leider war auch keine Dia-AV dabei die es geschafft hätte beim Publikum und bei der Jury einen der vorderen Plätze zu belegen. ....... und ein paar wenige Freunde aus der Dia-AV-Szene konnten wir an unserem AV-Dialog-Stand auch begrüßen. Diesen hat uns der Veranstalter kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür mochten wir uns herzlich bedanken.

 

Um aber den zuvor angefangen Satz zu beschließen. Dias haben keine Chance mehr auf einem 3. Medienfestival, welches 2005 stattfinden soll. Es dominierten eindeutig die aufwendigen 3-D-Computeranimationen, welche von großen Teams in monatelanger Arbeit meist in Rahmen einer Diplom- oder Studienarbeit gemacht werden. Wie soll sich z.B. ein verrauschtes 25 Jahre altes Diaporama mit der Oskar Nominierung „Das Rad“ von der Filmakademie Ludwigsburg messen können. Da nützt auch der löbliche Ansatz des Festival nichts mehr, dass nur die Geschichte die erzählt wird im Vordergrund steht, es spielt auch der Gesamteindruck eine Rolle und der ist nun mal bei einer modernen 3-D-Computeranimation besser.

 

.....Dennoch ist es für uns AV-Begeisterte interessant ein solches Festival zu besuchen. Man bekommt Ideen und Anregungen für seine eigenen Projekte. Eine Initialzündung für eigens kreatives Schaffen rechtfertigt auch eine Anfahrt. Manche Videoproduktionen lassen sich ähnlich oder besser auch als Dia-AV umsetzten.

......Als Bildunterschrift für Stage ART: Die Performance-Darbietungen wurden durch den heimlichen Favorit des Festivals, einer interaktiven, multimedialen Bühnen-Show „Stage TV“ am Samstagabend weit übertroffen

 

AV-Dialog e.V. Achim Maier, Brunnenstr.12, 74257 Untereisesheim,   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.